Herzenssache – die Psalmen-RKW in St. Antonius

Unter dem Motto „Herzenssache“ ging es dieses Jahr in der Herbst-RKW in St. Antonius um Gefühle und Psalmen. Von gemischten Gefühlen über Freude, Traurigkeit, Bedauern und Reue bis zur Dankbarkeit haben sich die Tage gespannt. Egal wie uns ums Herz ist, gibt es einen passenden Psalm, mit dem wir uns an Gott wenden können. Die Psalmen wurden mit den Kindern gelesen, gebetet, gesungen, ihre Bedeutung ergründet und in die heutige Sprache zu übersetzen versucht. Psalm 23 („Der gute Hirt“) wurde am Montag beispielsweise in Form von Stationen am Pfarrhübel, im Wasserwerkspark und einem Hindernisparcours im Dunkeln erlebbar gemacht. Besonders letzterer hat den RKW-Kindern viel Spaß gemacht. Auch gesungen wurde mit viel Enthusiasmus. Beim Mottolied „Herzenssache“, welches zu jedem angesprochenen Gefühl und Psalm eine eigene Strophe hat, wurde jeden Tag ungeduldig auf die nächste Strophe gewartet. Das „Lobet den Herrn in seinem Heiligtum“ untermalten die Kinder mit Bewegung. Das „Halleluja, preiset den Herrn“ wurde nicht nur zum Wechselgesang entwickelt, sondern auch zum RKW-Hit. Johanna hat es sogar an der Orgel einstudiert, die sie in der RKW zum ersten Mal spielen durfte. Die meiste Begeisterung hat aber der Mittwoch geweckt.
Nach der Einführung ins Tagesthema und dem Anspiel ging es zuerst zum Weihnachtsberg in Brünlos. Dort durften wir die Weihnachtsgeschichte, dargestellt in einem großen Diorama mit von Uhrwerken bewegten Figuren und Türen erleben: ergreifend erzählt von Herrn Kobel (dem Enkel des Erbauers). Voll Staunen standen wir vor diesem rein mechanischen Wunderwerk! Das Geheimnis, wie die Figuren der Kinder zur Krippe gehen, stehen bleiben und umkehren konnten, obwohl ein Uhrwerk immer in die gleiche Richtung läuft, hat uns Herr Kobel leider nicht verraten. Wisst ihr die Lösung? Der für den Nachmittag geplante Besuch des Bibelgartens in Brünlos musste wegen des uns durch fast die gesamte Woche begleitenden Regens leider ausfallen. Stattdessen waren wir in der Phänomenia auf Burg Hoheneck bei Stollberg, wo wir spannende physikalische, optische und mathematische Experimente bestaunen und ausprobieren konnten. Am Abend wurde dann gegrillt und nach dem Essen konnten die RKW-Kinder im Film „Alles steht Kopf“ die Gefühle quasi persönlich kennenlernen. Übersprudelnd von den Erlebnissen des Tages ging es dann zur Übernachtung ins Jugendhaus. Am letzten RKW-Tag, an dem es dann mit Psalm 30 um das Gefühl der Dankbarkeit ging, wurde die Übernachtung auch als eines der Dinge genannt, für die die Kinder dankbar waren.

Am dankbarsten fühlten sich die RKW-Kinder aber für die Bastelmöglichkeiten.
Und gebastelt wurde wieder viel. Eine Decke und Kissen wurden geknotet, Steine bemalt, Hallelujawürfel gebastelt, Bilder gemalt, Lesezeichen gestaltet und Seife gegossen. Auch die Scherben des zerbrochenen Topfes, als Symbol für gebrochene Herzen, wurden neugestaltet und als Zeichen der Reue und Entschuldigung wieder zusammengeklebt.
Einige dieser künstlerischen Meisterwerke wurden dann auch am folgenden Sonntag beim RKW-Abschlussgottesdienst ausgestellt. Neben einer lebhaften Zusammenfassung zur RKW konnten Gemeinde und Gäste dabei auch Johanna an der Orgel erleben und mit den RKW-Kindern gemeinsam das Halleluja singen.
Text: Claudia Kunz
Fotos: Claudia Kunz, Henning Leisterer, Anja Groß